Sicherheit im Seven

Hallo ihr Lieben, nun mal ein wichtiges Tema. Ich fuhr mit meinem “normalen” Auto im Pfälzer Wald umher und wollte in einen Weg abbiegen. Auf einmal ein Inferno. Mir war seitlich in Höhe der Motorhaube ein Motorrad eingeschlagen. Der arme Kerl hatte mich übersehen und flog in hohem Bogen in den Straßengraben. Hört sich lustig an, ist es aber nicht. Mann hat mich informiert, das er den OP mit Mühe lebend verlassen hat, aber behindert bleiben wird. Mein Motorradfahren hänge ich also nach 53 Jahren an den Nagel. Aber, habt ihr euch schon mal überlegt, wie man so einen crash mit den Seven erlebt. Die Frage ist also, was kann man eigentlich tun, um den Seven sicherer zu machen. Na, hat schon einer Ideen ? Vielleicht geht da ja was mit seitlichem Rammschutz (dicke Rohre) usw.

Für Caterham gibt es ja den FIA Bügel mit Seitenaufprallschutz.

Aber mal ganz ehrlich, der bringt auch nur was, wenn du mit Helm fährst. Sonst haut dein Kopf auch so gegen die Rohre oder auch gegen das seitliche andere Fahrzeug.

Und wenn dir einer seitlich in den vorderen Bereich fährt, da brauchen wir uns nichts vormachen, was da mit den dünnen Rahmenteilen passiert. Und eine wirkliche Knautschzohne gibts ja auch aus keiner Richtung.

Ja, da hast du zu 100% recht. Genau deshalb will ich ja was tun. Man möge sich das Vorstellen, einmal nicht aufgepasst ( und das passiert) dann rumst es. Und wenn es richtig rumst, sind die Knochen und vielleicht auch dein Leben hin. Deshalb muss und werde ich mir da etwas einfallen lassen. Ich habe mal überlegt und denke mir, das muss rein Physikalisch bei einen so leichten Auto viel einfacher sein den es geht darum, die Aufprallenergie ab zu fangen. Also müssen wir den schweren SUW nicht aufhalten sondern nur dafür sorgen, das wir “weg fliegen”. Es ist als ob du einen Hammer nicht auf den Amboss knallst, sondern in der Luft gegen einen Tennisball. Das heißt wir müssen die Energie abfangen, die unser Seven benötigt um schnell genug zu beschleunigen. Ich werde mal nachdenken.

Na da bin ich mal gespannt, was du dabei raus bekommst!

Bei deinen Ansatz sei aber schon mal so viel gesagt, dass dein Gedanke mit dem “schnell wegdrücken” genau das gefährliche für den Körper ist! Denn dadurch entstehen ja die großen G-Kräfte, die dann in deinem Körper alles kaputt machen.

Die G-Kräfte kann man nur mit Knautschzonen eindämmen. Und die haben wir nun mal nicht am Seven.

Ja, die Karren sind gefährlich.

Ja, das sollte einem klar sein.

Und gegen Fehler von anderen kann man leider nichts machen, außer vielleicht zu Hause zu bleiben.

Ja, das mit dem Gefährlich weiß ich ja, und das meine 28Jahre Seven und 53 Jahre Motorrad fahren an mir keine großartigen Spuren hinterlassen haben war auch mit Glück verbunden und auch, das andere auch manchmal für mich gebremst haben. Trotzdem will ich, nach diesem einschneidenden Erlebnis, etwas in Richtung Sicherheit tun. Wir sind uns ja im klaren darüber das, auch wenn du noch so viel Aufwand betreibst, auch nicht annähernd an die Sicherheit jedes PKW heran kommst.

Aber, so wie ein Helm und Lederklamotten mit Protektoren das Motorradfahren ein ganz kleines bisschen sicherer machen, so kann man das auch beim Seven tun, nur mit anderen Mitteln eben. Also, jede Maßnahme ist schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich habe mal kurz überlegt, welche Bereiche am Seven die größte Gefahr für den Fahrer darstellen. auf Platz 1 steht ein Aufprall von der Seite zwischen Vorder- und Hinterrad, also da wo man sitzt. In diesem Fall wirst du zerquetscht und zwischen den seitlichen Rahmenrohren und dem Tunnel fest geklemmt. Das Zweite ist der Bereich um deine Kniegelenke. Die Kniescheibe klemmen förmlich hinter den Rohr für das Armaturenbrett. Drittens ist auch die Lenksäule nicht ohne, die rammt dir das Lenkrad in die Brust. Ich denke, die drei Bereiche sind die schlimmsten.

Hallo Heinz,

Also, die Sicherheit im Seven wirst du nicht signifikant verbessern können, ohne das Autochen größer zu machen. Spürbar größer…
Ein paar Ecken aber, so man Bauraum findet, minimal abzupolstern, kann schon helfen, bei einem nicht ganz so schweren Unfall die Folgen zu verhindern.
Bei einem richtig schweren Unfall, noch dazu an der falschen Stelle, hast du aber einfach keine Chance in einem Seven. Dann trittst du dem Schöpfer gegenüber und er wird nur wissend nicken und sagen “Wenigstens hattest du Spaß in deinem Leben”. Willkommen auf Wolke 7.

Zurück zum Abpolstern: Es gibt im Motorradzubehör Rückenprtektoren, welche in Taschen der entsprechenden Jacken nur eingeschoben werden. Diese sind eigentlich nichts anderes als ein energieabsorbierender. härterer Schaumstoff. Damit ließe sich sicher was basteln um zum Beispiel auch Baugruppen unter dem Armaturenbrett vor allzu innigem Kontakt mit Knien oder Schienbeinen zu schützen.

Aber ich hoffe, dass keiner hier das jemals braucht.

Mein Worst Case Szenario ist übrigens mit dem Seven unter eine Leitplanke zu rutschen, ich hab da mal ein Foto gesehen… Dann können die Hinterbliebenen nur mehr sagen, wenigsten nicht leiden musste er.

GUT festgezogene Vierpunktgurte und keine dicke Jacke drunter sind wahrscheinlich schon die effektivsten Massnahmen, die JEDER treffen kann.

LG
Bernhard

Ja, Bernd, da hat Du wohl recht. Sicherheit und Seven sind Dinge, die nur schwer unter einen Hut zu bekommen sind. Ich denke, der absolut wichtigste Schritt ist vorsichtig Fahren, viel Abstand zu allem lassen. Ich fahre auch nur noch “spazieren” und genieße die schöne Landschaft. Mein Nickname “Heinz der Heizer” stammt noch aus meinen jungen Jahren. Heute nur noch Heinz. Aber zu anderen Möglichkeiten, irgendwie muss doch was zu machen sein, jedes Bisschen zählt ja. Und das von Dir erwähnter Polstern der scharfen Ecken und Kanten ist schon mal ein Guter Vorschlag. Danke schon mal dafür. LG Heinz

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Dicke Jacken - haben den Nachteil, dass sie sich zusammendrücken und Du auf einmal richtig Luft zwischen Dir und dem Gurt hast!

Grüße

Stephan

Definitiv richtig - aber es gibt durchaus Witterungsbedingungen, die ein bisschen “Polstermaterial” erfordern. Aber was wichtig ist - Gurt stramm.

LG
Bernhard